Samstag, 30. September 2017

Leben in Deutschland und Heimweh nach Südafrika

Ich weiß noch wie ich vor drei Jahren in Johannesburg in der Badewanne saß und mir ausgemalt habe wie es wohl sein wird, wenn wir eines Tages gemeinsam in Deutschland leben würden. Was für eine Wohnung wir wohl haben würden? Wie unser Alltag aussähe? Ob John sich hier wohl fühlen würde und einen Job bekäme? Wie die Menschen auf uns als binationales Paar reagieren würden und vieles mehr. Wie ihr erahnt war es eine bunte Mischung aus einerseits Vorfreude, Neugierde und Abenteuerlust und andererseits Zweifel, Ängste und Unsicherheiten.

Nun leben John und ich schon 2,5 Jahren in Deutschland und ich kann ehrlich feststellen, dass sich unsere Beziehung ganz wunderbar entwickelt hat. Meine Befürchtungen sind zu einem Großteil gar nicht eingetreten und stattdessen sind viele erfreuliche Dinge passiert. Wir haben eine tolle Wohnung, gute Jobs und bisher keine schlechten Erfahrungen mit rassistischen Anfeindungen.
Das wichtigste jedoch ist, dass wir uns auf einer noch viel tieferen Ebene haben lieben lernen und uns zu einem unschlagbaren Team entwickelt haben. Bei keinem Menschen fühle ich mich so wohl und geborgen wie bei John und dafür bin ich unendlich dankbar.



Trotz allem kann ich mir nicht vorstellen auf Dauer in Deutschland zu leben. Im Gegenteil, ich kann es eigentlich kaum erwarten hier wegzugehen. Mein Herz ist in Afrika (egal wie kitschig sich das anhören mag) und ich habe dieses tiefe Gefühl, dass dort eine Aufgabe auf mich wartet. Viele meiner Freunde und Verwandte können diesen Wunsch nur bedingt verstehen, besonders wo es doch gerade so gut läuft bei uns und John sich prima eingelebt hat. Das stimmt natürlich, denn logisch gesehen macht es überhaupt keinen Sinn jetzt schon wieder die Zelte abzubrechen und ins Ungewisse zu gehen. Mit diesem inneren Konflikt bin ich gerade unterwegs und dachte ich teile es mit euch...

Kennt ihr das? Euer Herz drängt euch zu einem Schritt und euer Verstand bzw. euer Umfeld versucht euch zu bremsen? Wie geht ihr damit um? Könnt ihr einen guten Mittelweg finden oder verhaltet ihr euch da radikaler? Ich freue mich auf einen Austausch...

P.S.: Ich schaffe es in letzter Zeit einfach nicht regelmäßig zu bloggen. Ich habe ehrlich gesagt auch schon überlegt den Blog ganz einzustampfen. Gebt mir daher gerne ein kurzes Feedback, ob meine Texte einen Mehrwert für euch haben. Denn das ist ja der eigentliche Sinn und Zweck des Ganzen...

Alles Liebe,
Mira

Montag, 28. August 2017

5 Tipps für entspannte Familienfeiern

Am Wochenende hat mein Cousin geheiratet und zu einem dreitägigen Hochzeitsevent an der Nordsee eingeladen. Ich war noch nie ein riesen Fan von solchen Großveranstaltungen und als binationales Paar kann sowas manchmal dann ja noch anstrengender sein. Wie wir dieses Fest mithilfe ein paar Vorkehrungen trotzdem gut gemeistert haben, teile ich heute mit euch.

Vorab: Kläre, was für und was gegen den Besuch der Familienfeier spricht

Meist gibt es unterschiedliche Anteile in Bezug auf solche Entscheidungen, die sich auf den ersten Blick schwer vereinbaren lassen. Ein Anteil freut sich auf das Zusammentreffen mit der Familie, während ein anderer Anteil sich eher unwohl und genötigt fühlt. Es gibt eine schöne Methode von Maja Storch, die bei solch ambivalenten Gefühlen helfen kann:

Die Affektskala

Nimm ein Blatt Papier und zeichne zwei senkrechte Striche (einmal "+" und einmal "-"), die jeweils von 0 bis 100 gehen.
Die Skala für „+“ steht für die positiven Gefühle, die man zu seiner Entscheidungsoption hat. Die Skala mit dem „–“ steht für die negativen Gefühle, die man für diese Entscheidungsoption hat. Anschließend bewertest du intuitiv deine Gefühle für bzw. gegen den Besuch der Familienfeier (benutze dazu am besten zwei verschiedene Farben). In der Regel bekommen wir bei dem Gedanken daran innerhalb von ca. 200 Millisekunden ein Bauchgefühl. Gründe für die negative Affektskala könnten sein: 
Es gibt viel oberflächliches Gerede, ich müsste mich wahrscheinlich wieder verstellen und drei Tage Familienprogramm ist eindeutig zu viel für mich. Ich bewerte die negative Skala daher mit "-70". Auf der positiven Skala könnte dann stehen: Es ist eine tolle Gelegenheit für einen Kurztrip ans Meer, ich treffe dort meine nette Cousine samt Baby& Hund und wahrscheinlich tritt die coole Band von meinem Cousin als "Special Act" auf. Deswegen bewerte ich die positive Skala mit "+80". Nun ergibt sich zwar eine leichte Tendenz zum Hinfahren, doch so wirklich befriedigend ist das nicht. Hier also ein paar weitere Tipps, wie du den Pro-Anteil weiter hebst und den Contra- Anteil erheblich senken kannst:

Tipp 1: Nach Möglichkeit mit eigenem Auto anreisen

Ein eigenes Auto (in unserem Fall geliehen von meinem Opa) hat wirklich einige Vorteile in diesem Szenario. Du kannst selbst entscheiden, wann du an - bzw. abreist und hast damit viel mehr Einfluss auf das Ganze. Wir haben uns beispielsweise dazu entschieden erst Samstag zur Trauung anzureisen und die große Welcome Party sausen zu lassen. Am Sonntag haben wir uns dann auch schon gegen Mittag von allen verabschiedet und noch einen Trip nach Den Haag angehängt. Ohne eigenes Auto wären wir von der Laune meines Vaters abhängig gewesen, würden bis spät abends ausharren müssen und die Autofahrt wäre auch nicht so entspannt. All das hätte die Negativskala deutlich weiter nach unten gezogen. Mit eigenem Auto und der dadurch gewonnenen Freiheit und Selbstbestimmung sah das Ganze aber schon deutlich vielversprechender aus.

Tipp 2: Auf die eigenen Bedürfnisse achten

Hier kannst du dich fragen: Wie viel Kontakt tut mir gut? Muss ich mich wirklich von jedem "vollquatschen" lassen, oder gibt es zwischendurch Rückzugsmöglichkeiten? Meist kann es helfen sich am Esstisch in einer Ecke zu positionieren und am besten noch neben den zwei Lieblingsmenschen der Veranstaltung. Dadurch stellst du sicher, dass du den Großteil der Zeit eine gute Begleitung haben wirst. Das gleiche gilt übrigens für deinen Partner. Gibt es jemand, der vielleicht die eigene Sprache spricht oder sonst irgendwie weltoffen ist? In unserem Fall war das die Freundin meines Cousins, die ebenfalls aus Südafrika ist und die einfach immer gute Laube verbreitet.

Tipp 3: Den eigenen Weg selbstbewusst vertreten

Auf Familienfeiern bekommt man ja gerne mal unangenehme Fragen gestellt. "Und was macht die Jobsuche?" oder "Wann geht's wieder nach Afrika?". Auch wenn diese Fragen oft gut gemeint sind, können sie endlos nerven und einen im schlimmsten Fall am eigenen Weg zweifeln lassen. Hier heißt es offensiv entgegenwirken. Überlege dir im Vorfeld einige Standardantworten auf diese Fragen. Ein selbstbewusstes "Uns geht es gut, und wie sieht's bei euch aus?" kann meiner Erfahrung nach Wunder wirken. Manchmal kann man auch sagen "das möchte ich jetzt ehrlich gesagt lieber nicht näher ausführen, vielleicht in einem anderen Setting". Du bestimmst, was du mit deinen Verwandten teilen möchtest und dazu hast du auch alles Recht der Welt.


Tipp 4: Sorge selbst dafür, dass du eine gute Zeit haben wirst

An jeder Familienfeier gibt es auch was positives. Sei es das leckere Drei-Gänge Menü, das süße Baby deiner Cousine oder die riesige Tanzfläche mit dem geilen DJ (die war wirklich der Hammer bei unserem Event und so haben wir die halbe Nacht dort abgedanct). Auch der Strandspaziergang am nächsten Morgen war herrlich. Indem du deinen Fokus auf diese Dinge richtest du sie voll auskostest, steigerst du die Positivskala und sorgst dafür, dass du trotz sämtlicher Umstände eine gute Zeit haben wirst. 

Tipp 5: Die Menschen anlächeln und ihnen ernstgemeinte Komplimente machen

Dieser Tipp hat es in sich. Schau dich im Raum um und überlege dir, was dir besonders positiv auffällt (entweder die Deko, ein Kleid, ein Haarschnitt etc.). Geh zu dem anderen hin und teile dein ernstgemeintes Kompliment. Du wirst sehen wie sehr sich dieser darüber freuen wird. Ein Lächeln ist die stärkste Verbindung zwischen Menschen und du wirst so viel Freude und Dankbarkeit in dir verspüren. Die Menschen werden dich als überaus sympathisch in Erinnerung behalten und es dir deshalb auch absolut nicht übel nehmen, wenn du nach der Hälfte des Abends schon ins Zimmer verschwunden bist. So oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Dazu braucht es noch nicht einmal besondere Sprachkenntnisse, sondern einfach nur die Geste von Herzen.

Ich hoffe ihr konntet das ein oder andere für euch mitnehmen. Teilt gerne eure eigenen Strategien für solche Momente unten in den Kommentaren. 

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche,
Mira


Donnerstag, 3. August 2017

Hochsensibilität - vom Leidensweg zum inneren Kompass für mehr Lebensqualität und Ausgeglichenheit

Die Natur hat es seit je her so eingerichtet, dass ca. 15-20% aller Menschen (und Tiere) "hochsensibel" sind und damit spezielle Aufgaben für das Fortbestehen ihrer Gattung übernehmen. So sind Hochsensible ihrem Wesen nach die geborenen Berater, Heiler und Wissenschaftler.


Doch in der heutigen Zeit führen zahlreiche Faktoren dazu, dass sich diese Menschen besonders schnell gestresst, überfordert und ausgelaugt fühlen. Zwar kämpfen alle Menschen mit Hektik, Reizüberflutung und Großstadtlärm, doch leiden Hochsensible signifikant stärker unter diesem erhöhten Lebenstempo.

Warum ist das so? Die amerikanische Forscherin Elaine Aron geht davon aus, dass dies mit der Reiz- und Informationsverarbeitung dieser Menschen zu tun hat. Hochsensible haben nicht etwa schärfere Sinne, aber sie verarbeiten hereinkommende Informationen deutlich ausführlicher. Hier nun ein paar häufige Merkmale von Hochsensibilität:

- Hochsensible nehmen über ihre Sinne besonders viele Nuancen.
- Die vielen Details überwältigen und stören sie oft.
- Sie spüren Stimmungen anderer sehr deutlich.
- Sie haben eine reiche innere Erlebniswelt.
- Sie träumen, fantasieren und betrachten ziemlich viel.
- Hochsensible können besonders sorgfältig, bewusst und aufrichtig sein.
- Sie brauchen überdurchschnittlich viel Zeit zur Verarbeitung und zur Erholung.
- Sie können tief berührt werden durch Kunst und Schönheit.
- Sie fühlen sich in der Natur zuhause und sind mit ihr verbunden.
- Sie brauchen Stille, Ruhe und einen übersichtlichen Lebensrhythmus. 
                                                                                            (Quelle: Susan Marletta Hart)

Der Umgang mit emotionaler Sensibilität, das stark ausgeprägte Empathievermögen sowie die Fähigkeit sich mit anderen auf tiefem Niveau zu verbinden macht das Leben für Hochsensible einerseits sehr reich, andererseits aber auch sehr schwierig.

Doch es gibt Strategien, die uns helfen können auf eine gute Art und Weise mit der eigenen Hochsensibilität umzugehen und sie als inneren Kompass zu mehr Selbstvertrauen und Lebensfreude zu nutzen. Jeder Mensch hat hierfür seine ganz eigene Mischung und ich teile nun meine Erkenntnisse und Methoden mit euch:

Zunächst einmal hat es mir geholfen zu wissen, dass ich "hochsensibel" bin. Auf einmal hat so viel einen Sinn gemacht und ich hatte tiefe Einsichten in meine angeborene Konstitution. Das Buch "Achtsam Leben mit Hochsensibilität" von Susan Marletta-Hart fiel mir Anfang 2012 in die Hände und gab mir den entscheidenden Anstoß für eine Änderung meiner Selbstwahrnehmung.

Die Autorin gibt einem in diesem Büchlein ganz wunderbare Übungen und Fragen zur Reflektion an die Hand. Eine Übung hat z.B. mit dem genaueren Betrachten des eigenen Energiehaushaltes zu tun. Der Grundgedanke ist, dass es Aktivitäten gibt, die uns Energie geben und welche, die uns eher Energie nehmen. Hier meine Liste von damals:

Gibt mir Energie
Nimmt mir Energie
Tanzen
Menschenmassen
Authentischer Austausch
Stress /Druck
Schöne Musik
Wenig Schlaf
Singen
Mich zu verstellen
Spazieren gehen
Kälte
Spirituelle Bücher
Negative Gedanken
Gesundes Essen
Zukunftsangst
Natur
Mich zu sehr anpassen
Stille
Lärm
Lieben
Lange wach bleiben
Meditieren
Shoppen
Bewertung loslassen
Ungesundes Essen

Beim jetzigen Draufschauen bin ich erstaunt wie treffsicher ich dies damals schon benennen konnte. Das zeigt, dass wir tief in unserem Inneren bereits wissen, was wir brauchen, um uns besser zu fühlen. Wir alle haben diesen inneren Kompass in uns, der uns leiten kann. Die große Herausforderung besteht allerdings darin auf unsere Impulse und Eingebungen zu hören, ohne Angst zu haben dann als "merkwürdig" oder "empfindlich" abgestempelt zu werden.


Auch heute fällt es mir noch schwer auf meine Bedürfnisse nach Ruhe, Rückzug und Selbstfürsorge zu hören, besonders wenn ich mich damit gegen die Bedürfnisse der anderen entscheide. Doch wenn ich mich übergehe, bezahle ich meist mit zunehmender Erschöpfung und Niedergeschlagenheit. Dieses Wissen hilft mir dann es beim nächsten Mal besser zu machen.

Für viele Hochsensible geht es um eine Fokusverschiebung von Quantität (schneller, weiter, höher) zu mehr Qualität (bewusster, tiefer, menschlicher). Frag dich einmal: Was bedeutet Lebensqualität für mich persönlich? Worauf will ich meine Aufmerksamkeit wirklich richten?

Aufrichtige Aufmerksamkeit für mich selbst und die eigenen Bedürfnisse hat nichts mit Egoismus zu tun. Im Gegenteil. durch ein tieferes Verständnis von uns selbst sind wir auch offen für die authentische Wahrheit des anderen. Zudem ist eine erheblich gestärkte Selbstliebe einer der größten Schlüssel zur Wiederherstellung körperlicher und seelischer Ausgeglichenheit.


Doch nicht immer lässt sich eine Überreizung vermeiden. Susan Marletta-Hart rät deshalb zum Zusammenstellen eines persönlichen Rettungsset für stressige Zeiten. Auch diese Übung möchte ich mit euch teilen:

Mein Rettungsset: Was hilft mir um Stress zu vermindern?

Hören: Klassisiche Musik, Binaural beats, Soul music, Stille
Sehen: Kerzenlicht, Natur, Abgedunkelte Räume, Sonnenuntergang
Geruch: Jasmin, Lavendel, Wildrose, Schokolade
Fühlen: eine Umarmung von Herzen, Massage, Baden, Tiere streicheln, Kuschelige Decken
Sprechen: die beste Freundin anrufen, Tagebuch schreiben
Schmecken: nahrhaftes Essen, dunkle Schokolade, einen liebevollen Kuss
Bewegung: Tanzen, Singen, Spazieren gehen, Ausschütteln, Mittagsschlaf

Ich habe mir mit der Zeit angewöhnt mögliche Stressquellen frühzeitig zu erkennen und sie weitestgehend zu meiden. Indem ich meine Zeit bewusst mit energiespendenden Aktivitäten fülle, kann ich meine Akkus gut aufladen und kann dann im Gegenzug auch für andere eine Hilfe sein. Meine Teilzeitstelle in der Flüchtlingshilfe gibt mir den perfekten Rahmen meine (hochsensiblen) Talente einzusetzen, ohne mich dabei zu verausgaben. Ich verzichte gerne auf mehr Geld, da ich im Gegenzug mehr Zeit und Lebensqualität gewinne und auf dieses Gleichgewicht kommt es mir an.

Ich hoffe es waren für dich ein paar wertvolle Tipps dabei, so dass auch du mit deiner Hochsensibilität gut leben kannst. Schreib mir gerne einen kleinen Kommentar und berichte was dir am besten hilft und womit du vielleicht noch die größten Probleme hast.

Alles Liebe,
Mira

Mittwoch, 19. Juli 2017

Eine Reise zu mir selbst - und wie sie womöglich auch dir dienen kann...

In den letzten Wochen habe ich keine wöchentlichen Blogbeiträge geschrieben, weil ich mich auf eine Reise begeben habe, die meine gesamte Aufmerksamkeit gefordert hat - die Reise zu mir selbst!

Zwar bin ich schon seit vielen Jahren damit beschäftigt herauszufinden wer ich bin und wozu ich hier bin, doch die letzten Wochen waren diesbezüglich nochmal extrem intensiv. Dadurch, dass ich meinen Master abgeschlossen habe, hatte ich auf einmal ganz viel Zeit zur Verfügung. Ich wusste, dass ich diese Zeit für persönliche Weiterentwicklung nutzen wollte und endlich mal wieder nur was für mich machen wollte. Durch Zufall bin ich auf Laura Seiler gestoßen und habe mich dann direkt bei ihrem Online Programm angemeldet. Vier Wochen intensive Selbsterfahrung und ich muss sagen, dass es eine super Investition war (als Student bekommt man sogar 50% Rabatt).

Es hat mich nochmal neu ausgerichtet auf meine Vision von mir selbst in drei Jahren und wie ich mein Leben aus ganzem Herzen gestalten möchte. Gleichzeitig konnten durch die geführten Meditationen alte Wunden heilen und blockierende Glaubenssätze freigelegt werden.
Ich fühle mich nun so viel mehr in meiner wahren Kraft und bin angefüllt mit tiefer Liebe und Dankbarkeit. Das wollte ich heute mit euch teilen, denn vielleicht wird Laura Seiler ja auch euer Leben berreichern. Sie hat übrigens auch ganz wunderbare Podcasts auf Youtube.



Jedenfalls bin ich gerade an einem entscheidenden Wendepunkt in meinem Leben angekommen. Ich fühle mich nun endlich bereit mit  meinen Gaben und Talenten sowie mit all meinem Wissen nach außen zu treten und sie der Welt zur Verfügung zu stellen. Here I come...

Ich habe einen Masterabschluss in Empowerment Studies, eine Coachingausbildung, weitere Weiterbildungen im Bereich Berufsorientierung und lösungsorientierter Beratung sowie ganz viel Lebenserfahrung was erfüllte, binationale Partnerschaften und Auslandsaufenthalte angeht.

Fortan biete ich daher kostenlose Einzelsitzungen zu zahlreichen Lebensthemen an und wünsche mir dafür lediglich euer ehrliches Feedback, um mich weiterentwickeln zu können und meinen Traum zu verwirklichen.

Also wenn ihr Lust habt euer Leben auf die nächste Stufe zu heben, dann meldet euch gerne bei mir. Ich freue mich über jede Anfrage!

P.S: Ab jetzt werde ich nur noch ca. alle drei Wochen einen Blogbeitrag veröffentlichen, dafür aber jedes Mal mit ganz viel Liebe. Falls ihr bestimmte Themenwünsche habt, schreibt mir eine Nachricht.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Eure Mira

Mittwoch, 28. Juni 2017

Diese doofe Ungeduld hat ein wirksames Gegenmittel

Wer kennt sie nicht - die Ungeduld? Wollen wir nicht alle insgeheim schon drei Schritt weiter sein? Die Ungeduld endlich wissen zu wollen was hinter der nächsten Kurve unseres Lebensweges auf uns wartet?


Bei mir war es jedenfalls seit ich denken kann der Fall. Vielleicht weil ich einen älteren Bruder habe, der mir, egal wie sehr ich mich auch anstrengen mag, immer 3,5 Jahre voraus sein wird. Als Jugendliche konnte ich es kaum erwarten endlich erwachsen zu werden. Abi in der Tasche- dann fängt das Leben an! Endlich kann ich  raus in die Welt ziehen (wie es mein Bruder mir vorgelebt hat).

Doch die ständige Ungeduld hat einen großen Haken - wir empfinden die aktuelle Realität als Hindernis, welche uns von dem Beginn unserer glorreichen Zukunft abhält. Dieses Denken produziert viel Leid und Unglück, denn Tatsache ist, dass die Zeit nicht schneller vergeht, nur weil wir es uns sehnlichst wünschen. Im Gegenteil, je mehr wir gebannt auf das Ziel hinfiebern, desto zähfließender wirkt jeder Schritt dorthin. Getreu dem Motto "Wann sind wir endlich daaa?" oder "Wie lang dauert es noooch?"

Die ersehnte Zukunft wird glorifiziert und der momentane Zustand erscheint dagegen unerträglich. Ein Beispiel sind die Vorstellungen von Ferien, wenn wir gerade in einer stressigen Lernphase stecken und und jede Stunde über den Büchern wie eine Strafe Gottes vorkommt. Wir können den Moment der Abgabe kaum erwarten, denn erst dann fängt das wahre Leben an...

Ja, Ungeduld kann einem das Leben ganz schön zur Hölle machen, denn sie erschafft diese riesige Kluft zwischen dem Jetzt und der sehnlichst herbeigesehnten Zukunft.

Aber es gibt ein Gegenmittel - die Kultivierung von Vertrauen in den natürlichen Ablauf der Dinge. Ich denke dabei oft an die Jahreszeiten. Im Winter sehnen wir uns beispielsweise nach warmen Sonnenstrahlen und verfluchen die Minustemperaturen. Doch das ändert nichts am natürlichen Ablauf der Dinge. Der Winter hat seinen Platz genauso wie der Frühling, Sommer und Herbst. Es ist ein perfekter Kreislauf der Natur.

Jetzt haben wir Menschen zwei Möglichkeiten: Uns dagegen zu stemmen und uns fortlaufend zu beklagen oder mit dem Fluss zu schwimmen und lernen den Moment zu genießen. Zugegeben, es fällt manchmal schwer, aber auch ein nasskalter Wintertag kann mit einem wohlig heißen Bad zelebriert werden. Und auch einer intensiven Lernphase kann etwas Positives abgewonnen werden, schließlich erweitern wir unser Wissen und entdecken was in uns steckt. Sowohl Dauerferien als auch kontinuierlicher Sonnenschein sind nicht förderlich für Wachstum und die Entfaltung unserer Potentiale. Es braucht dieses natürliche Gleichgewicht zwischen Anstrengung und Erholung, Sonne und Regen...


Wie wäre es also methaphorisch gesehen mit einem kleinen Regentanz, in der Gewissheit, dass die Sonne schon bald wieder scheinen wird? Dann feiern wir das Leben in all seiner Fülle und erkennen womöglich den Sinn im Sprichwort - "der Weg ist das Ziel".

Alles Liebe,
Mira