Sonntag, 7. Mai 2017

Mein Traum vom Leben in einer Ubuntu Community

Die Ubuntu Philosophie, welche ihren Ursprung in Afrika hat und dort von 1000 verschiedenen Stämmen geteilt wird, besagt, dass wir Menschen dazu gemacht sind in verbundener Harmonie zu leben. Man kann es sich wie ein unsichtbares Netz vorstellen, dass uns alle miteinander verbindet und uns gleichzeitig absolute Freiheit und Einzigartigkeit ermöglicht. Doch nur gemeinsam können wir in unsere volle Größe wachsen, denn geht es einem Teil schlecht, wirkt sich das auch auf alle anderen aus.



Vor einigen Jahren habe ich Desmond Tutu bei einer Lesung in Südafrika live miterlebt und ich bekam eine richtige Gänsehaut, als er über die Bedeutung von Ubuntu sprach. Ich wusste instinktiv, dass ich Ubuntu bereits im Herzen trage und ich diese Philosophie mit den Menschen im Westen teilen möchte. Damals startete ich aus einem Impuls heraus die Facebook Seite unter dem Namen Celebrating Oneness in Diversity, was soviel heißt wie: Lasst uns die Einheit in der Vielfalt feiern!

Vor wenigen Wochen bin ich zufällig auf die Ubuntu Bewegung gestoßen, welche von dem Südafrikaner Michael Tellinger gegründet wurde und mittlerweile Anhänger in vielen Ländern hat (darunter USA, Kanada, Australien, Indien, Deutschland etc.) Für mehr Informationen besucht seine Webseite: Hier die wichtigsten Punkte des Ubuntu Contributionism kurz zusammengefasst:
  • Ist der Plan für eine neue Gesellschaftsstruktur, in der jeder absolut frei und gleich ist.

  • Eine Gesellschaft, die ohne den Begriff des Geldes funktioniert, ohne jegliche Form von Tausch oder Handel oder die Anhaftung an den Wert materieller Dinge.

  • Eine Kultur, in der jedes Individuum ermuntert wird, seiner Passion zu folgen und seine natürlichen Talente oder erworbenen Fähigkeiten zum höheren Wohl aller Menschen der Gemeinschaft einzubringen.

  • Wo jeder frei wählen kann, wo er leben möchte, und niemand gezwungen wird, irgendetwas gegen seinen Willen zu tun.

  • Eine Gesellschaft mit einer neuen Reihe von Gesetzen, basierend auf den Bedürfnissen der Menschen, wo allen alles zur Verfügung gestellt wird, weil sie ihre Arbeitskraft der Liebe zur Verfügung stellen.

  • Eine Welt, in der es keine Jobs, Karrieren, Unternehmen, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit oder Hunger gibt.

  • Eine Gesellschaft, welche die höchsten Ebenen wissenschaftlicher und technologischer Forschung fördert, weil es keine finanziellen Einschränkungen gibt.

  • Eine Gesellschaft, in der Kunst und Kultur gedeihen und den Menschen gestatten, das Leben in vollen Zügen zu erfahren.

  • Eine Gesellschaft, in der das spirituelle Wachstum der Menschen durch eine Explosion von Künsten und Kultur das rapide Anwachsen des Bewusstseins ermöglicht, um die Konzepte der Einheit vollkommen anzunehmen.

  • Ein System, das eine unglaubliche Fülle aller Dinge auf allen Ebenen zur Verfügung stellt, beinahe unvorstellbar für jene, die in der kapitalistischen, konsumgetriebenen Umwelt von heute gefangen sind (Quelle: quer-denken.tv).

Ich fühle mich als Teil der UBUNTU Bewegung, denn in meinem Herzen verkörpere ich diese Vision schon längst. Wie es der Zufall (?) will, habe ich meine Facebook Seite vor wenigen Monaten von "Verliebt in Afrika" auf "Ubuntu Spirit" umbenannt und jetzt sehe ich das Ganze in einem ganz neuen Licht. Es ist als ob sich gerade meine Lebensaufgabe zeigt und vieles nun klarer wird. Mein Traum ist es nach Südafrika zurückzukehren und Teil einer Ubuntu Community zu werden. Ich verspüre den Wunsch die Menschen an unsere tieferliegende Verbundenheit zu erinnern und gleichzeitig die einzigartige Schönheit eines jeden Einzelnen sichtbar werden zu lassen.

Binationale Paare sind meiner Meinung nach ein wunderbares Beispiel dafür: Sie sind auf äußerer Ebene scheinbar so verschieden, doch in ihren Herzen in tiefer Liebe verbunden. Sie haben gelernt ihre Unterschiede zu schätzen und kultivieren dennoch ihre Gemeinsamkeiten. Aber es geht mir nicht nur um binationale Paare, es geht mir um Menschen im Allgemeinen. Egal ob Christ oder Muslim, Schwarz oder Weiß, Mann oder Frau, Jung oder Alt - wir sind in der Erfahrung der Liebe und des Mitgefühls miteinander verbunden.

Das merke ich auch jedes Mal, wenn ich Biodanza tanze, denn auch hier geht es sowohl um die Verbindung der Menschen als auch um das Feiern unserer wunderschönen Diversität. Bei einer liebevollen Umarmung begegnen sich zwei Menschen, jenseits ihrer gesellschaftlichen Kategorien und das ist eine schöne Erfahrung. In meiner Vision tanze ich mit Menschen aus der ganzen Welt und aus allen möglichen Gesellschaftsschichten Biodanza, um gemeinsam die Ubuntu Philosophie zu verkörpern. Eine sehr beglückende Vorstellung...

Ich habe also soeben eine größere Vision für meine bescheidene Aufgabe hier auf Erden erhalten und ich staune über jeden Schritt und wie sich alles fügt. Das wird natürlich auch meine zukünftigen Artikel hier auf dem Blog beeinflussen. Ich würde mich freuen diese Dimension des menschlichen Zusammenseins gemeinsam zu erforschen und uns darüber auszutauschen. Wer weiß, vielleicht leben wir ja alle irgendwann in Ubuntu Communities. Wir sind die 99 Prozent, es liegt in unseren Händen.

In Liebe,
Mira

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